Konzeption

SOMOS-Wir-sind! ist  ein  Projekt  des  Schulcircus  Radelito  der  Willy-Brandt-Gesamtschule  in  Köln-Höhenhaus. Der Schulcircus entstand 1992 als Arbeitsgemeinschaft (AG) in einer Projektwoche. Nach der Premiere  des  ersten  Programms  gab  es  kleinere  Auftritte  in  der  näheren  Umgebung.  Von  Beginn  an musste sich der Schulcircus selber finanzieren, d.h. die Erlöse aus den Auftritten wurden und werden für Kostüme,  Requisiten,  Reisen  und  sonstige  Aufwendungen  verwendet.  Es  folgten  Auftritte  im  Großraum Köln und Tourneen durch ganz Deutschland sowie in das benachbarte europäische Ausland. Heute haben die  Radelitos  ca.  50  verschiedene  Auftritte  pro  Jahr,  vom  Straßenfest,  der  eigenen  Premiere  über Kindergärten bis hin zu umjubelten Auftritten im Circus Roncalli oder gemeinsam mit den Höhnern in der Kölner LANXESS arena. Über 100 Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge der Schule (das sind ca. 10% aller Schüler) trainieren täglich in den beiden großen Pausen und zur AG-Zeit. Seit einigen Jahren gibt es die Schülerfirma Radelito GmbH, die  sich um die Finanzen, die Kostüme, den  Fan-Shop, die Musik, den Internetauftritt  – www.radelito.de –  die  Auftrittsorganisation  etc.  kümmert.  Unterstützt  werden  wir  von  den Eltern  und  sehr  vielen  ehemaligen  Artisten  (Schülern)  sowohl  im  organisatorischen  als  auch  im Trainingsbereich.  Aus dem  sich ständig erweiternden Arbeitsbereich  entstand 2004 die Idee,  gemeinsam mit dem Städtepartnerschaftsverein Köln-Corinto/El Realejo e.V. einen circensischen Austausch im Jahre 2005 zu wagen.

SOMOS-Wir-sind! umfasst  den  Austausch  von  Schülerinnen  und  Schülern  der  Willy-Brandt-Gesamtschule  (Artisten  des  Schulcircus  Radelito)  und  Jugendlichen  des  Jugendzentrums  der  Kölner Partnerstadt Corinto in Nicaragua. Seit  dem Jahre 2005,  als 15  Radelitos den Circus  Colorinto in Corinto gegründet  haben,  besuchen  sich jährlich  im  Wechsel  Jugendliche  aus  Köln  und  Corinto,  um  gemeinsam  zu  trainieren,  gemeinsame Vorstellungen zu inszenieren und mehr über die jeweilige Lebenssituation zu erfahren. Jedes Jahr werden neue  Jugendliche  in  das  Projekt  integriert. Wechselweise  wohnen  wir  gemeinsam  in  Familien, Schulen, oder der Pfarrei.

Das Programm SOMOS-Wir-sind! ist langfristig angelegt und verfolgt das Ziel, im persönlichen Kontakt die  Jugendlichen  durch  zirzensische  Aktivitäten  mit  neuen  persönlichen,  sozialen  und entwicklungspolitischen  Fähigkeiten  und  Kompetenzen  auszustatten.  Darüber hinaus  wollen  wir  ein zirkuspädagogisches  Netzwerk  in  Nicaragua  aufbauen.  Für  Köln  wollen  wir  Jugendliche  gewinnen,  die langfristig  die  Partnerschaft  unterstützen  und  in  internationalen  Entwicklungszusammenhängen  denken und handeln lernen.
SOMOS-Wir-sind! bietet  eine  neue  Form  der  Kooperation  zwischen  einem  schulischen  Projekt  und außerschulischen  Partnern,  hier dem Städtepartnerschaftsverein Köln-Corinto/El  Realejo e.V.  sowie dem Centro de Menores in Corinto. Der Austausch zwischen Jugendlichen realisiert sich durch ein selbstaktives kulturelles Programm leichter, spielerischer,  erfolgreicher  und  intensiver  als  durch  ein  reines  Besuchsprogramm.  Gemeinsames  Tun schafft  die  Erfahrung  eigener  und  gemeinsamer  Kompetenzen,  weckt  Emotionen  und Erfolgserlebnisse und  schafft  damit  die  Voraussetzung  für  Nachhaltigkeit.  Das  Projekt  ermöglicht  es  Jugendlichen, Entwicklungsprozesse  zu  erkennen,  eigene  Wertorientierungen  zu  reflektieren,  aktiv  zu  handeln, gemeinsame  Zielsetzungen  zu  finden,  gesetzte  Ziele  zu  verfolgen,  Formen  konkreter  politischer Umsetzung aktiv zu erleben. Somos heißt auf Deutsch: Wir sind. Somos bezeichnet all das, was uns mit den Menschen in Mittelamerika verbindet! Wir sind dick, wir sind dünn, wir sind klein, wir sind dunkelhäutig, wir sind intelligent, wir sind verrückt, wir sind alt, wir sind jung, wir sind Freunde – „somos amigos, somos artistas“. Anders formuliert: Wir sind Brüder und Schwestern unserer Welt.

Bisheriger Ablauf des Projektes:
Nach  intensiver  Vorbereitung  und  mit  einem  großen  Auftrag  reisten  15 Jugendliche des Schulcircus Radelito in den Sommerferien 2005 in die Kölner Partnerstadt Corinto in Nicaragua. Im Gepäck Circus-Requisiten im Wert  von  ca.  4.500,-  €  u.a.  gespendet  von  Kölner  Bürgerinnen  und Bürgern.  Dort  wurde  innerhalb  von  drei  Wochen  der  Jugendcircus COLORINTO  gegründet,  der  seither  mit  regelmäßigen  Auftritten  die Menschen in Corinto begeistert. Im  Oktober 2006 kamen 15  Colorintos  zu einem dreiwöchigen Gegenbesuch in  die Kölner Gesamtschule.  Neben dem gemeinsamen Training gab  es eine gemeinsame Tournee nach  Rotterdam und nach Wiesbaden.  Zum Abschluss  präsentierten beide Gruppen, die „Radelitos“  und  die  „Colorintos“, zwei große  Abschluss-Gala-Shows  in der Willy-Brandt-Gesamtschule unter dem Titel „SOMOS“. 2007 waren  Artisten  des  Circus  Radelito  in Nicaragua, um gemeinsam mit den Colorintos in der Stadt Ocotal (im Norden Nicaraguas gelegen) einen weiteren Jugendcircus aufzubauen. Das Ziel wurde erreicht und der Circo Ocolmena gegründet. 2008 kamen dann 8 Jugendliche des Circo Colorinto nach Köln, mit dem Ziel, die  Leitungsarbeit  des  Jugendcircus  im  Centro  de  Menores (Jugendzentrum) zu verbessern. 2009 reiste  eine  gemischte  Gruppe  in  den Herbstferien  nach  Corinto.  Neben  einigen Radelitos waren erstmals zwei Schülerinnen der Europaschule  in  Kerpen,  die  ebenfalls  das  Jugendzentrum  seit  Jahren unterstützt,  dabei,  sowie  eine  Schülerin,  die  im  Jahre  2010  ein  Freiwilliges Soziales Jahr in Corinto verbringen wird. 2010 ist ein erneuter Besuch Kölner Jugendlicher in Corinto geplant. Es geht um den konkreten Aufbau eines kulturellen Zentrums für die Jugendlichen in Corinto. In  Zusammenarbeit  mit  den  offiziellen städtischen Stellen in Corinto und  Köln, dem  Jugendzentrum  und  der  Pfarrei  in Corinto  sowie  dem  Städtepartnerschaftsverein  Köln-Corinto/El Realejo  und dem Schulcircus  Radelito  soll ein Kulturzentrum für die Jugendlichen für Circus, Musik und Malerei entstehen. Ziel  ist  es,  durch  die  Tätigkeit  im  Circus  Jugendlichen  eine berufliche Perspektive zu eröffnen.Radelito beim Circus Roncalli zugunsten von SOMOS, Ostermontag 2010.

Situation vor Ort in Corinto:
Das  Centro  de  Menores  (Jugendzentrum)  in  Corinto  wird  seit rd.  15 Jahren durch die beiden Partnerstädte Rotterdam und Köln unterstützt. Es  bietet  benachteiligten  Jugendlichen  aus  allen Bevölkerungsschichten  die  Möglichkeit  einer  vorberuflichen Qualifizierung  in  den  Bereichen:  Computertechnik,  Ökologischer Gartenbau, Schreinerei, Frisiersalon, Nähen, Konditorei. Seit 2005 gibt es  auch  den  Bereich  Circus.  Die  Jugendlichen schreiben sich  gegen ein kleines Entgeld für ein Semester in einen Kurs ein. Im Bereich des Circus sind Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis über 20 Jahren gemeinsam  aktiv.  Aufgrund  der  ungeeigneten  räumlichen Voraussetzungen müssen die  Artistinnen und Artisten des Circus praktisch  auf  der  Straße  trainieren.  Die  Räume  des Jugendzentrums  sind  durch  die  anderen  Kurse  praktisch  belegt und ungeeignet. Wie wir selber bei unseren Besuchen festgestellt haben, ist ein  Training  bei  tropischen  Klimaverhältnissen  eine unglaubliche  Anstrengung.  Für  den  circus  besteht  zusätzlich  das Problem,  die  vorhandenen  Requisiten  nicht    adäquat  und sicher unterstellen zu können. Für viele  Jugendliche ist  es  sehr  schwer, die  wechselnden  Trainingsorte  zu  erreichen,  da  ihnen  häufig  die finanziellen  Möglichkeiten  für beitragen  müssen.  Hiervon  ist insbesondere  die  Leitungsstruktur  betroffen.  Wer  arbeiten  muss, kann nicht gleichzeitig als Trainer arbeiten. Unser aktuelles Ziel (CCC) Der  Circo  Colorinto  hat  sich  in  den  Jahren  seit  2005  organisatorisch  und  qualitativ  gefestigt  und  der gegenseitige Austausch zwischen den Jugendlichen aus Köln und Corinto läuft mittlerweile auf Augenhöhe. Um den Fortbestand des Circo Colorinto zu sichern haben wir uns vorrangig zwei Ziele gesteckt:
1.  Damit  das  Projekt  SOMOS-Wir-sind! bis  zur  Fertigstellung  einer  besseren  Trainingsmöglichkeit fortbestehen kann, müssen wir uns zusätzlich engagieren.
2.  Die  Jugendlichen  benötigen  ein  eigenes  kulturelles Trainingszentrum,

Zu 1)
Die Radelitos haben sich verpflichtet, den monatlichen Betrag von 130 Euro für die laufenden Kosten des Circo Colorinto zu übernehmen. Mit diesem Betrag werden zwei Colorintos als Trainer im Circo finanziert und  es wird dafür gesorgt,  dass  Requisiten repariert  und neue gebaut sowie  notwendige  Fahrten  zu  Auftritten  in  Nicaragua  durchgeführt werden können. Diese Unterstützung soll so lange gewährt werden, bis das  Projekt  in Corinto auf eigenen  finanziellen  Füßen  stehen  kann. Hierzu haben wir uns, neben besonderen Auftritten für das Projekt, zwei

Dinge einfallen lassen:
Zum einen die Aktion: „Mit  Handys Gutes tun“, d.h. wir sammeln alte, gebrauchte  Handys.  In  Zusammenarbeit  mit  dem  Handy-Recycler Zonzoo werden nicht nur wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen, sondern es wird auch unser Projekt unterstützt.
Darüber  hinaus  haben  wir  die Aktion:  „Aus  Kleingeld wird  Nachhaltigkeit“  ins Leben  gerufen.  Täglich wartet  unser  „SOMOS-Schweinchen“  darauf,  das  gesparte Kleingeld  aufzunehmen:   das Flaschenpfand, das  Geld  für  die  eingesparte  Cola,  die  weniger  getrunken  wird  oder  das  Restgeld  von  einem  großen Einkauf. Es gibt viele Gelegenheiten mit Kleingeld zu helfen, das „SOMOS-Schweinchen“ sammelt es ein!

Zu  2)
Gemeinsam mit  unseren  kulturellen  Partnern vor  Ort  wollen  wir ein kulturelles  Zentrum, das CCC (Centro  Circense  de  Corinto)  aufbauen  wo  die  Jugendlichen ihre  künstlerischen  Ambitionen,  sei  es der Circus,  die  Musik oder die Malerei  verwirklichen  können. Dieses kulturelle  Zentrum soll auf  einer  breiten Basis der unterschiedlichen Gruppierungen vor Ort entstehen. Beteiligt werden: die Pfarrei der katholischen Kirche,  die  Bürgermeisterei  von  Corinto,  Vertreter  der örtlichen  Wirtschaft,  das  Jugendzentrum,  Vertreter  der Musikkapellen,  Eltern  und  nicht  zuletzt  die  Jugendlichen selber. Derzeit  wird ein Trägerverein in  Corinto  gegründet, in dem alle diese Gruppen vertreten sind und dem das CCC gehören  wird.  Die  Stadtverwaltung  von  Corinto  baut  ein altes  Kino  zu  einem  großen  Kulturzentrum (Veranstaltungshalle)  um,  wo  jegliche  Art  von künstlerischen  Präsentationen  durchgeführt  werden können.  Dieses  kommunale Kulturzentrum  kann  allerdings nicht  zum  täglichen  Training  und  zu  den  Proben  genutzt werden,  daher  besteht  ein  großes Interesse  aller gesellschaftlichen Gruppen an dem CCC. Das CCC soll auf einem Gelände gebaut werden, welches ca. 500m von der Veranstaltungshalle entfernt liegt und direkt an das Jugendzentrum  und  an eine  Schule angrenzt.  Um  dem  Austauschgedanken von SOMOS-Wir-sind! gerecht  zu  werden,  sollen  Teile  des  CCC  in gemeinsamer  Arbeit  von nicaraguanischen  und  deutschen Jugendlichen  erledigt  werden.  Das  CCC  soll  so  gebaut werden,  dass  es  den  besonderen  klimatischen  und circensischen  Anforderungen  genügt.  Es  soll  Luftartistik ermöglichen,  es  soll  großflächig  Schatten  spenden,  es  soll Büros,  Lager-  und  Probenräume  beherbergen  und  es  soll auch  unterschiedlichste  Veranstaltungen  für  bis  zu  200 Personen  möglich  machen,  dadurch  soll  es  sich  langfristig selber  tragen,  da.  Z.B.  regelmäßig  große  Kreuzfahrtschiffe im  Hafen  von  Corinto  anlegen  und  die  Gäste  zu  einem  Aufenthalt  in  der  Stadt  für  Vorführungen und Einkäufe das Schiff verlassen.

Zeithorizonte der Pläne:
Es gibt ein Modell des CCC und es gibt fertige Baupläne sowie die notwendigen statischen Berechnungen. In den laufenden Gesprächen zwischen den Projektpartnern aus Corinto und Köln geht es derzeit darum, die  Visionen  und  Ideen  mit  den  Realisierungsmöglichkeiten  vor  Ort  in  Einklang  zu  bringen.  Sind  die Baunormen kompatibel? Welche Baumaterialien eignen sich besonders? Wie kann ein Controlling vor Ort aussehen?  Welche  Baumaßnahmen  können  Jugendliche  aus  beiden  Ländern  unter  professioneller Anleitung selber realisieren? Unser Zeithorizont umfasst mehrere Etappen. Zunächst stehen mehrere  Arbeitsschritte vor Ort in Corinto an. Stichworte: Vereinsgründung und rechtliche Anerkennung / Grundstücksbesitz und Übertragung an den Verein / Prüfung der baurechtlichen Fragen und Erstellung von Leistungsverzeichnissen etc.. Nach dieser Klärung soll die Baumaßnahme in verschiedenen Etappen bewerkstelligt werden: Einfriedung  des  gesamten  Geländes  /  Lagerraum  und  Erschließung  der  Grundversorgung  -Elektrizität, Wasser,  Abwasser-  /  Fertigung  der  Bodenplatte  für  das  eigentliche  CCC  /  Errichtung  der  speziellen Dachkonstruktion / Innenausbau von Büros, WC´s, Duschen, Probenräumen / Verschönerungsarbeiten am Gebäude und am Gelände. Die Überlegungen beinhalten die Idee, den Bau möglichst flexibel zu gestalten um  mögliche  Entwicklungen  vor  Ort  zu  berücksichtigen. Der  Bau  des CCC  soll  insbesondere  auch  dem weiteren  Austausch  der  Jugendlichen  Impulse  verleihen  und  auch  gegenseitige  längere  Aufenthalte ermöglichen. Nachhaltigkeit Fester Bestandteil des Projektes SOMOS-Wir-sind! bleiben die gegenseitigen Besuche der Jugendlichen. Gerade Circus  bietet ungeahnte  Möglichkeiten der Weiterentwicklung. Mit dem Bau des CCC gibt  es für alle circusbegeisterten Jugendlichen auf der Welt eine neue Anlauf- und Trainingsstelle in Lateinamerika. Das CCC wird also eine völkerverbindende nachhaltige Funktion erfüllen. Gemeinsame kulturelle Arbeit ist hier  die  ideale  Basis.  Der  Ausbau  der  Internetkontakte  und  die  wachsende  Nachfrage  nach  Spanisch-Kursen an der Willy-Brandt-Gesamtschule resultiert aus dem Wunsch der „Radelitos“, sich auch sprachlich besser  zu  verständigen.  Die  Entwicklung  von  gemeinsamen Webseiten  in  spanisch  /  deutsch  wird  den Kontakt  verstetigen.  Erste  Ergebnisse  finden  sich  unter www.radelito.de und www.circocolorinto.blogspot.com

In Deutschland wird die Zusammenarbeit mit der Europaschule Kerpen (www.gymnasium-kerpen.eu) und  den  Circusgruppen  aus  Wiesbaden  gestärkt;  auf  nicaraguensischer  Seite  wird  der  Kontakt  der Zirkusgruppen  untereinander  gefördert.  Erste  Ergebnisse  sind  auch  hier  zu  verzeichnen,  siehe: www.fede-circo-social.org und www.vida-nueva.co.cr. Es besteht mittlerweile ein enger Kontakt zum Circo-Sozial in Costa Rica. Die  strategische Basis  der Kooperation und Netzwerkbildung  stellt  die  Kooperation zwischen der  Schule, dem Städtepartnerschaftsverein  Köln – Corinto / El Realejo,  dem  Circus  Roncalli  und  der  Kölner Musikgruppe „Die Höhner“ dar.

Übertragbarkeit der Idee:
Circus  verbindet  Menschen  verschiedener  Kulturen,  Sprachen,  Religionen.  Um  die  Geheimnisse  der Schwerkraft  durch  eine    gelungene  Jonglage  zu  überwinden,  braucht  es  keiner  sprachlich  perfekten Kommunikation.  Drei  Bälle  und  die  Bereitschaft  zum  gemeinsamen  Training  genügen.  Akrobatische Pyramiden  benötigen    Menschen  unterschiedlicher  Größe.  Hautfarbe  und  Sprache  spielen  keine  Rolle. Wenn etwas weltweit in die unterschiedlichsten Kulturen und auch Zielgruppen übertragbar ist, dann ist es der  circus.  Ob  Managerseminare  oder  Projektwochen  an  Grundschulen,  der  Circus  fasziniert  alle Altersgruppen und bringt über das circensische Spiel und das Ausprobieren der eigenen Möglichkeiten ein ganz neues Körpergefühl. Ob man für sich allein  einen Trick ausprobiert oder ob man  im Team  an einer Präsentation arbeitet, Circus bietet ein unglaubliches Reservoir von kommunikativen Möglichkeiten in allen religiösen oder kulturellen Konstellationen, darin liegt nicht nur das große Geheimnis, darin liegt der große Wert circensischer Projekte.

„SOMOS-Wir-sind!“ ist der  erfolgreiche  Versuch,  den Spaß an  der eigenen  kulturellen Aktivität auf Jugendliche in Nicaragua und Deutschland zu übertragen.

–Köln im Mai 2010–

Hier das ganze als PDF-Datei: SOMOS Konzeption 2010.pdf