Letzte Besorgungen für die Shows

Adjani, Arne, Georg und Luis waren in Chinandega, um noch einige Sachen für die anstehenden Shows zu besorgen.

Es ist wieder einmal exakt 6.00 Uhr und an der offenen Balkontür von Kalle kann ich erkennen, dass der OB Roters in der Nacht wohl angekommen sein muss, wenn auch ziemlich verspätet. Die letzten Aktivtageunserer Reise  können also beginnen.

Eigentlich herrschte auch am Mittwoch die übliche Routine vor, fast wie auf einer Klassenfahrt. Nach dem Frühstück machen Adjani, Luis, Arne und ich uns auf in Richtung Chinandega, der „Provinzhauptstadt“, wo es all das zu kaufen gibt, was es in Corinto noch nicht gibt. Wir hatten einen festen Einkaufszettel in der Tasche um Material für Requisiten, Kostüme etc. zu kaufen. 24 Personen in einem kleinen Bus, kein Problem und unterwegs geht immer noch jemand rein. Der Anschluss vom Triciclo zum Bus, klappte erheblich besser als mit der KVB. Angekommen, eingestiegen, abgefahren.

In Chinandega angekommen bekamen wir all das, was wir benötigten. Einen kleinen Blechtopf für die Feuerjonglage, besondere Ballons um Figuren zu modellieren, Kunststoffkisten für spezielle Zauberrequisiten, verschiedene Stoffarten für die Verschönerung von Kostümen, Petroleum für die Feuerjonglage und schließlich noch Alu-Rohr (sehr schwer zu finden) für Feuer-Poi. All das mit viel Fragerei, einigen Wegen im Triciclo und Taxi. Schön war zu sehen, dass die Taxifahrer doch sehr flexibel sind. Adjani fragte einen Taxifahrer, der  jemanden transportierte, nach alten Matratzen (die wir als Matten für die Luftartistik verwenden wollen). Da er sofort wusste, wo wir das finden würden, „warf“ er kurzerhand seinen Fahrgast aus dem Wagen (nein, er gab ihn weiter an ein anderes direkt daneben stehendes Taxi) und fuhr uns zu dem Antiquitätengeschäft, all das im fließenden Verkehr. Nach einem schmackhaften Essen für Luis und Adjani und einem Liquado (Obstmixgetränk) ging es zurück nach Corinto, wo wir auf eine schlafende „Radelito-Gemeinde“ trafen, unser Mittagessen war allerdings noch reserviert.

Kurze Zeit später kamen auch schon fast alle Colorintos vorbei und das Nachmittagstraining konnte im überdachten Teil der Bibliothek beginnen. Elisa hatte einen Zeitplan für die verschiedenen Nummern aufgestellt, der schon fast penibel eingehalten wurde. „Nee, jetzt noch nicht, wir haben doch noch drei Minuten Zeit!“ Wieder kommen auch viele „alte“ Colorintos vorbei (Sadia, Leonel, Kenneth, Brandon, …) und erfreuen sich und uns mit circensischen Tricks. Die Nummern wurden verfeinert und neue Abläufe festgelegt.

Kein Tag ohne Reunion. Gegen 17 Uhr besprachen Christiane, Arne, Luis, Hector, Richard, drei weitere Mitarbeiter der Alcaldia und ich den Ablauf der Eröffnung vor Ort im CCCM. Die vorläufigen Arbeiten waren soweit fertig, der Müll wurde gerade abtransportiert und ein Telefonmast direkt vor dem Eingang sollte noch abgebaut werden. Es werden noch einige Haken für die Aufhängung des Vorhangs und des Trapezes angeschweißt und wenn alles gut verläuft können wir am Donnerstag-Nachmittag die Vertikaltücher und das Trapez aufhängen.

Direkt im Anschluss gab es noch eine Reunion mit allen Colorintos und deren Eltern. Auch hier ging es vornehmlich um die Eröffnungsfeier, deren Vorbereitung und die Mithilfe aller. Aus unserer Sicht konnten wir dann auch noch einmal darauf verweisen, wie wichtig die Mitarbeit aller ist, damit das CCCM ein Erfolg wird. Auch und vor allem die Mitarbeit der „ehemaligen“ Artisten wird wichtig. Unsere Vorstellung, eine/n responsablen (Verantwortlichen) für das CCCM zu suchen wird unterstützt.

Während all das passierte, hatten Markus und Bruno die Küche von Dona Flor übernommen und für alle Spaghetti mit Bolognese-Soße gekocht, die mit großer Begeisterung verspeist wurden. Mit dabei auch einige Nicas, die gekochte Menge reicht für alle. Großer Dank an Markus und Bruno.

Gerade kommt Ernst in den Hof geschlendert. Als penetranter Frühaufsteher hat er die Reise nach Managua und die späte Rückkehr offensichtlich gut überstanden.

Über den Besuch von Elisa und Annalena im Cafetin Kerpen wird es sicherlich noch einen besonderen Bericht geben.

Hasta prontito
Don jorgito

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